Die Umschlagmethode: So funktioniert sie wirklich
- Marie

- 25. Apr. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Okt. 2025
Wenn du das Gefühl hast, dass dir dein Geld Monat für Monat durch die Finger rinnt – du bist nicht allein. Viele Frauen erleben genau das. Die gute Nachricht: Es gibt eine einfache und bewährte Methode, die dir hilft, deine Ausgaben zu kontrollieren, deine Ziele zu planen und mehr Sicherheit zu gewinnen - die Umschlagmethode.
Diese Methode ist kein kompliziertes Finanzsystem, sondern ein alltagstaugliches Werkzeug, das du sofort umsetzen kannst - mit Stift, Papier und etwas Struktur. Und genau dabei begleitet dich Alpenbinder.
Warum die Umschlagmethode so gut funktioniert
Die Umschlagmethode ist eine einfache Art, dein Geld bewusst einzuteilen. Du verteilst dein Budget in Kategorien - wie z. B. „Lebensmittel“, „Freizeit“, „Notgroschen“ oder „Weihnachten“ - und steckst für jede Kategorie einen bestimmten Betrag in einen eigenen Umschlag. Du gibst dann nur so viel aus, wie in diesem Umschlag steckt. Das schafft Struktur, spart Geld und hilft dir, Prioritäten zu setzen - ganz ohne Apps oder komplizierte Tabellen.
Und jetzt: Lass uns starten!
Schritt 1: Einnahmen und Ausgaben berechnen
Bevor du überhaupt Geld verteilen kannst, musst du wissen, was reinkommt – und was rausgeht.
Einnahmen erfassen:
Notiere alle regelmäßigen und unregelmäßigen Einnahmen. Gehalt, Kinderbeihilfe, Alimente, Nebenjob, Geschenke - alles zählt!
Fixkosten auflisten:
Miete, Versicherungen, Handyvertrag, Strom, Kreditrate, Streamingdienste etc. Diese Zahlungen sind meist monatlich gleich - und gehören zu den ersten Dingen, die du einplanst.
Variable Ausgaben analysieren:
Durchforste deine Kontoauszüge und finde heraus, wie viel du durchschnittlich für Essen, Freizeit, Shopping & Co. ausgibst. Oft wirst du überrascht sein - hier steckt oft Sparpotenzial.
Tipp: Nutze meinen Budget Tracker aus dem Alpenbinder-Shop, um deine Einnahmen & Ausgaben klar zu dokumentieren. So siehst du schwarz auf weiß, wo du stehst.
Schritt 2: Sinking Funds - für die großen und flexiblen Ausgaben
Sinking Funds sind spezielle „Spar-Töpfe“ für größere Ausgaben, die du planen möchtest. Du legst in jedem Monat einen bestimmten Betrag zur Seite, um die Ausgaben später ohne Stress zu decken.
Sinking Fund 1 - Fixe Spartöpfe:
Dies sind Beträge, die du für regelmäßige, aber nicht monatliche Ausgaben ansparst, z. B. für Versicherungen, Mitgliedsbeiträge oder Mitgliedschaften.
So berechnest du deine Sparrate für Sinking Funds 1: Nehmen wir als Beispiel einen Mitgliedsbeitrag von 180 €, der im September fällig wird. Du beginnst im März zu sparen, was bedeutet, du hast 6 Monate Zeit, um das Geld zusammenzulegen. Wichtig: Das Monat der Fälligkeit wird nicht mehr mitgerechnet, da du in diesem Monat bereits den Beitrag zahlen wirst. Das bedeutet, die 180 € müssen bis August gespart sein, damit du im September die Zahlung leisten kannst.
Berechnung: Wenn der Mitgliedsbeitrag von 180 € im September fällig wird und du im März beginnst, hast du nur 6 Monate Zeit zu sparen (März-August). 180 € ÷ 6 Monate = 30 € pro Monat Jeden Monat legst du 30 € in deinen „Mitgliedsbeiträge“-Umschlag, und im September kannst du den Betrag ganz entspannt bezahlen.
Sinking Fund 2 - Flexible Sparziele:
Diese Töpfe sind für individuelle, flexiblere Ziele gedacht, wie z. B. einen Urlaub, ein neues Handy oder Weihnachtsgeschenke. Die Fälligkeit und der Betrag variieren oft je nach deinem Bedarf.
So funktioniert’s: Spare regelmäßig für deine individuellen Ziele und unerwartete Kosten. Hier kannst du jeden Monat entscheiden, wie viel du in welche Kategorie einzahlst. Die Beträge können flexibel angepasst werden, je nach dem, was im jeweiligen Monat für dich wichtiger ist.
Strategien zur Einteilung deiner Sinking Funds:
Prioritätensetzung: Bespare zuerst die wichtigsten Ziele und nimm dann den Rest für dein Monatsbudget.
Budgetbasiert: Lege dein Monatsbudget fest und verteile den verbleibenden Betrag auf deine Sinking Funds.
Mein Sinking Fund Tracker hilft dir dabei, deine Sparfortschritte zu verfolgen. So hast du immer im Blick, wie nah du deinem Ziel bist.
Schritt 3: Monatsbudget & Umschläge einrichten
Jetzt wird’s praktisch. Du kennst deine Einnahmen, Fixkosten und Sparziele. Der nächste Schritt: Erstelle dein Monatsbudget für variable Ausgaben wie:
Lebensmittel
Transport
Freizeit
Kinder
Drogerie
Kleidung
Umschlag anlegen, Betrag einfüllen, fertig.
Das Tolle: Du siehst ganz genau, wie viel Geld noch übrig ist - und gibst bewusster aus. Wenn der Umschlag leer ist, ist das Budget für diese Kategorie aufgebraucht. Klingt streng, fühlt sich aber überraschend befreiend an!
Tipp: In meinem Alpenbinder-Shop findest du wunderschöne, wiederverwendbare Umschläge, passende Ringordner und Monatsübersichten - alles liebevoll gestaltet und durchdacht.
Schritt 4: Ausgaben tracken & flexibel bleiben
Jetzt heißt es: Dranbleiben!
Trage deine Ausgaben regelmäßig ein - entweder direkt im Umschlag oder in einem Ausgabenbuch. Je besser du deine Zahlen kennst, desto weniger „Überraschungen“ erlebst du.
Passe flexibel an: Du hast diesen Monat mehr für Drogerie gebraucht, aber weniger für Freizeit? Kein Problem - du darfst die Beträge anpassen. Wichtig ist nur: Du bleibst im Gesamtbudget.
Schritt 5: Monatsabschluss & Auswertung
Am Monatsende ist Zeit für Rückblick & Reflexion.
Welche Umschläge sind leer geworden - und warum?
Wo warst du über dem Budget?
Wo ist vielleicht sogar etwas übrig geblieben?
Das ist keine Bewertung, sondern ein Lernprozess. Du erkennst, wo du noch optimieren kannst - und feierst kleine Erfolge. Überschüsse kannst du übrigens bei niedrigen Beträgen mit in den nächsten Monat nehmen oder bei höheren Überschüssen direkt in deine Sinking Funds 2 stecken. So bist du schneller an deinem Sparziel.
Tipp: Mach einen kleinen Wochen- oder Monatsabschluss zu deinem Ritual. Mit einer Tasse Tee, deinem Budgetbuch und einem ruhigen Moment nur für dich.
Fazit: Klarheit. Kontrolle. Freiheit.
Die Umschlagmethode ist mehr als eine Budgettechnik - sie ist ein liebevoller, bewusster Umgang mit deinem Geld. Sie gibt dir Kontrolle ohne Druck. Sicherheit ohne Verzicht. Und vor allem: Vertrauen in dich selbst.
Du musst keine Finanzexpertin sein, um mit Geld gut umzugehen. Du brauchst nur einen klaren Plan, etwas Struktur - und die Entscheidung, loszugehen. Die Umschlagmethode zeigt dir den Weg.
Und du bist nicht allein: Mit Alpenbinder bekommst du nicht nur die passenden Produkte, sondern auch Community, Motivation und Schritt-für-Schritt-Begleitung.

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